A Brand Story | Ohne Vision keine Richtung?


Vision: eine richtungweisende, erneuernde Zukunftsvorstellung.

Etwas, das das eigene Tun in klare Bahnen lenkt, aber genug Spielraum freilässt um das WIE flexibel definieren zu können. Konkretisiert wird mit untergeordneten Teilzielen bzw. Mehrjahresplänen, Jahresplänen, Monatsplänen etc.

Man mag argumentieren, dass eine Vision per se nicht nötig ist, wenn zumindest die Ziele klar definiert wurden und man im Grunde weiß, wo es hingehen soll und im Idealfall auch wie man dort konkret ankommen wird. Nichstdestotrotz sprechen alle davon: denn eine Vision ist um einiges weiter gefasst als ein konkretes Ziel und kann auch über die eigene Lebenszeit hinaus gehen.

Was allerdings sehr häufig, auch mit der schriftlichen Formulierung einer "Vision" übersehen wird, ist die emotionale Komponente.

Konkret:

  1. ich formuliere eine Vision: Eine (DIE eine, einzige) Soll-Situation in der Zukunft, von der ich evtl. denke, dass sie "schwer" zu erreichen ist und wonach ich meine Ziele ausrichten kann, die mich gleichzeitig derart motiviert, dass die scheinbare Unerreichbarkeit kein Hindernis darstellt.

  2. ich versetze mich in mein zukünftiges Ich und spüre nach, wie sich diese zukünftige Situation emotional (und körperlich) anfühlt. (Habe ich viel/wenig zu tun? Tut mir das gut? Habe ich Zeit für mich alleine und Familie? Wie/wo wohne ich? Wie/wo arbeite ich?)

  3. damit manifestiere ich die Vision nicht nur in meinem Kopf sondern auch in meinem Körper; ich bekomme direktes Feedback, ob diese Vision mir entspricht (sich gut anfühlt) oder nicht.

  4. ein negatives Gefühl kann immer auch für einen Widerstand stehen und ist es in jedem Fall wert sich extra damit auseinander zu setzen.

  5. eine emotional und kognitiv gefestigte Vision bindet mich daran dem "obersten Ziel" (der Erfüllung der Vision) zuträgliche Entscheidungen zu treffen. Entsprechend definiere ich danach auch konkrete und messbare Ziele.

Im unternehmerischen Kontext ergeben Vision und Werte das sogenannte Leitbild. Eine Vision empfiehlt sich aber für das private Leben genauso wie für das berufliche und/oder unternehmerische; eine (emotionale) Richtung, in die es sich zu investieren lohnt. Auch macht es Sinn sich zuerst mit den eigenen, persönlichen Vorstellungen auseinanderzusetzen um das Unternehmerische passgenau drum herum bauen zu können. Sie entscheiden!